Sehenswürdigkeiten - Normandie

Sehenswürdigkeiten in der Normandie

Urlaub mit Apfelwein und der heiligen Johanna

Dank seiner landschaftlichen Schönheit, abwechslungsreichen Küste und der Nähe zur französischen Hauptstadt Paris war die Normandie schon seit den Anfangstagen des Tourismus eine beliebte Ferienlandschaft. Davon legen altehrwürdige Badeorte wie Dieppe oder Cherbourg noch heute Zeugnis ab. Aber dem heutigen Urlauber bietet die Normandie noch viel mehr als Strände und Felsklippen – auch wenn diese allein schon eine Reise rechtfertigen.

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Das gilt allerdings auch für die historische Hauptstadt der Normandie, Rouen. In den Gassen der mittelalterlichen Altstadt, in der sich über 2000 Fachwerkhäuser erhalten haben, pulsiert heute das Großstadtleben. Die beeindruckende gotische Kathedrale wurde vom Maler Claude Monet in jeder möglichen Lichtstimmung gemalt: Beispiele davon gibt es auch im städtischen Kunstmuseum von
Rouen zu sehen. Für Fans von Jeanne d’Arc ist Rouen eine Art Wallfahrtsstätte, denn hier wurde ihr der Prozess gemacht und die Jungfrau von Orleans öffentlich verbrannt. Daran erinnert heute ein moderner Kirchenbau (schließlich handelt es sich auch um eine katholische Heilige).

Wer Comics für eine Erfindung der 20. Jahrhunderts hält, sollte in Bayeux den berühmten Teppich ansehen. Auf diesem über 900 Jahre alten Kunstwerk wird auf fast siebzig Meter Länge und in 58 einzelnen Bildsequenzen die Eroberung Englands durch die Normannen im Jahr 1066 beschrieben, ein spannender und actionreicher Einblick in längst vergangene Ereignisse. Von Bayeaux ist es nur eine kurze Reise zu den Calvados-Gegenden im Landesinneren. Auch an der Küste der Normandie gibt es eine Vielzahl von Ferienwohnungen und Ferienhäusern zur Auswahl, aber im Landesinneren besteht außerdem ein großes Angebot an Ferienwohnungen in ländlicher Idylle, zum Beispiel auf alten Bauernhöfen. Und jeder Besuch in der Normandie wäre unvollständig ohne eine Cidre- oder Calvadosprobe in einer der vielen Destillerien. Auf der Anreise bekommt man vor allem zur Zeit der Apfelblüte einen unvergesslichen Eindruck von der hügeligen Landschaft der Normandie (neun Millionen Apfelbäume soll es in den Calvadosgegenden zwischen Rouen und Caen geben). Die meisten lokal hergestellten Apfelbrandweine kann man, direkt aus der Fertigung, auf den Apfelweinhöfen genießen, häufig im historischen Ambiente, und natürlich verbunden mit einem pikanten Käseteller.